Home
Publikationen
Wortspielereien
Spitzfindigkeiten
Zungenbrecher
Schimpf-?-Wörter
Gern-Verreisende
multi-deutsch
Wörterbuch
Volkspoesie
Heischegänge
Johanni
Regiokatessen
Mariä Himmelfahrt
Almabtrieb
Kaffeegenuss
Jahraus - Jahrein
Erntedank
Erntedank-Rezepte
Kirchweih
Rezepte zur Kirmes
Kirchweihbrauchtum
Reformationstag
Aufs Maul geschaut
Luther & Co
Allerheiligen
Kürbis über Kürbis
Allerseelen
Märkte im Advent
Martini - Nikolaus
Lucia - St. Thomas
Advent
Weihnachtspostämter
Heiligabend
Heiligabend internat
Schöne Bescherung
Silvester
Silvester internat.
Dreikönigstag
Vom vierten König
Vogelhochzeit
Lichtmess
Lichtmessbrauchtum
Vielliebchen
Legende vom Valentin
Tolle Tage
Rezepte zum Fasching
Osterfastenzeit
Fastensuppen
Ostern
Osterbräuche
Oster-Eierlei
Walpurgis
Muttertag & Vatertag
Krautiges
Pfingsten
Fronleichnam
Kulinarisches
Kaleidoskop
Impressum
Kontakt
Sitemap

Erntedank

Das Erntedankfest erinnert uns daran, eine reich gedeckte Tafel nicht als alltägliche Selbstverständlichkeit vorauszusetzen. Wir danken für die Gaben der Natur, die von vielen fleißigen Händen auf unseren Tisch gebracht werden.

1972 legte die deutsche Bischofskonferenz kirchenoffiziell den ersten Oktobersonntag als Tag des Erntedankes fest, und zwar für Protestanten und Katholiken gleichermaßen.  

Wann das Fest am Ort dann tatsächlich begangen wird, ist regional unterschiedlich. Hängt es doch vor allem von klimatischen Gegebenheiten ab, von den Bodenverhältnissen und natürlich von den Naturalien selbst, davon, was wann geerntet wird. Und deshalb ziehen sich Erntedankfeste von Pfingsten bis November hin, bis beispielsweise Thanksgiving in den USA am vierten November-Donnerstag.

Sehr oft verschmilzt der Anlass mit dem der Kirchweih. Erntedank und Kirchweih sind an sich eigenständige Festivitäten. Da in unseren Breiten beide zumeist in den Herbst fallen und es die begrenzten örtlichen Kapazitäten nicht erlauben, zwei große Feste innerhalb kürzester Zeit zu bewältigen, rückt eins der Motive in den Vordergrund. Das andere läuft nebenher, so dass wir sozusagen Zwei-in-Eins feiern.

Erntedank, Brixener Brotmarkt 2010; c/o Sylvia Koch

Zur Erntedankfeier in der Kirche wird der Altarraum ausgeschmückt mit herbstlich-farbenprächtigen Blumengestecken, mit Getreidegebinden und Früchtearrangements, die anschließend an Bedürftige verteilt werden.
Besonderes Augenmerk gilt dem Brot. Wir danken allen, die dafür sorgen, dass wir es essen können. Denn bis das Brot auf unseren Tisch gelangt, bedarf es vieler fleißiger Helfer. Nicht grundlos ehrten es unsere Vorfahren, vor allem warfen sie Brot niemals weg!

 

Zum Erntedank gehören auch die festlich-bunten Almabtriebe, z.B. im Allgäu oder in der Schweiz, sowie viele thematische Märkte:

  • die Kartoffelfeste in Ibbenbüren ("Tolle Knolle")Neualbenreuth ("Herbstzauber") und Rotenburg (Wümme)
  • die Zwiebelmärkte in Laa an der Thaya (A), der Berner Zibelemärit (CH) und – bereits seit 1653 – der Weimarer Zwiebelmarkt
  • der Bad Dürkheimer Wurstmarkt, der (auch) ein Weinfest ist
  • der Apfelmarkt in Bad Feilnbach
  • außerdem: Backofenfeste, Winzer- und Hopfenmärkte u.v.a.
  • ebenso sehenswert: die Kürbisausstellung im Blühenden Barock Ludwigsburg

Eine Art Erntedankfest mit Alpabtrieb wird im Schweizer Kanton Bern gefeiert. Das ist die Sichlete, namentlich insbesondere ein Sichelfest.

Weintrauben; c/o Sylvia Koch

Bauernregeln

  • Nichts kann mehr vor Raupen schützen als Oktobereis in Pfützen.
  • Oktober-Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.
  • Regen an Remigius (1. Oktober) bringt vier Wochen lang Verdruss.
  • Oktober rauh, Januar flau.
  • Bringt Oktober Schnee und Wind, wird der Januar gelind.
  • Sankt Gall (Gallus / 16. Oktober) treibt die Kuh in den Stall.  

 

weiter mit: Rezepte zum Erntedank


MerkenMerkenMerkenMerkenMerkenMerken