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Heiligabendessen in aller Welt

Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung begeht die Weihnacht als christliches Fest. Gefeiert wird das Fest aber auch im "Rest der Welt", und zwar einerseits, weil es kommerziell geboten wird und andererseits, weil es Freude bringt.

Argentinien: Schweinefleisch, Truthahn, überbackene Tomaten

China: Hier trägt sogar der Weihnachtsmann den allgegenwärtigen dunkelblauen Anzug. Sein Schlitten wird von Drachen und Hasen gezogen, mitunter gesellen sich Rehe dazu. Es fehlt jeglicher Bezug zur biblischen Geschichte, Hauptsache sind die rot verpackten Geschenke.

Dänemark: Julegrod (Weihnachtsgrütze), ein Milchreis mit Zimtzucker und Kirschkompott, warm oder kalt serviert als Vorspeise oder Nachtisch. Am wichtigsten ist, dass eine Mandel versteckt ist. Wer diese findet, bekommt das Mandelgeschenk (mandelgave), einen kleinen Glücksbringer wie z.B. ein Marzipanschweinchen.

Dominikanische Republik: am Spieß gegrilltes Schweinefleisch, Huhn und Telera, das Weihnachtsbrot

Ecuador: Schweine- und Hühnerfleisch

England: Gregor, der mit Brot, Mett/Hack, sauren Äpfeln und Backpflaumen gefüllte Truthahn, und Plumpudding; aber auch gebratene Würste, Roastbeef, kalt aufgeschnittener Schweinebraten, Pfefferminzpastete

Frankreich: Le Reveillon, ein üppiges Menü aus Gänseleber, Truthahn, Austern .... und zur Krönung gibt es Bûche de Noel, die Schokoladenbiskuitrolle, welche den Christklotz, auch Mettenstock genannt, symbolisiert. Das ist ein geweihter Holzklotz, der von Heiligabend bis Dreikönig im Kamin brennt.

Ghana: Reis, Huhn, Foufou (Maniokbrei)

Griechenland: traditionell Spanferkel, heute Pute

Kroatien: Stockfisch, nach Mitternacht dann Spanferkel und Kuchen

Nigeria: Iyan, ein Gemüseeintopf mit viel Chilli

Norwegen: gepökelte Rippchen oder Kabeljau, danach Sahnemilchreis mit einer versteckten Mandel, die dem Finder Glück bringen soll

Polen (auch Bulgarien, Ukraine und Baltikum): 12 Gerichte, die für die 12 Apostel stehen, nach anderen Quellen: für jeden Monat ein Gericht, wie beispielsweise:

  • Piroggi, gefüllt mit Sauerkraut und getrockneten Pilzen, in Rote-Bete-Suppe (Borstsch)
  • Karpfen gebraten oder eingelegt in Aspik
  • gebratene und mit Äpfeln gefüllte Ente oder Gans
  • Bigos (Sauerkraut-Eintopf)
  • Salat aus Gemüse und gekochten Eiern
  • Mohnnudeln mit Honig und Nüssen
  • Wurst aufgeschnitten
  • eckige Oblaten
  • Kutia (Weizenspeise mit Mohn, getrockneten Früchten, Honig, Nüssen)
  • diverse Hefekuchen ....

Begonnen wird, wenn abends der erste Stern aufgeht. Er erinnert an den Stern von Bethlehem. Die Fleisch- und Wurstgerichte werden nach Mitternacht aufgetischt, also nach Ende der Fastenzeit. 

Portugal: Stockfisch, Krapfen, Honigwein

Rumänien: Kohlrouladen und Polenta oder Bratwurst aus eigener Hausschlachtung mit Sauerkraut

Tschechien: Karpfen gebacken, zu Mitternacht Linsen- oder Erbssuppe


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