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Lichtmess ist ein bedeutender meteorologischer Lostag. Es gibt zahlreiche Bauernregeln:

  • Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
  • Lichtmess trüb – dem Bauern lieb.
  • Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt es noch viel Schnee und Eis.
  • Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoche, kriecht er noch vier Wochen zu Loche. Übrigens: Je nach Landstrich und örtlichen Gegebenheiten arbeiten eine Ameise, ein Wolf, Bär oder das Murmeltier als Wetterfrosch.
  • Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nimmer weit.
  • Im Hornung (Februar) viel Schnee und Eis – macht den Sommer lang und heiß.
  • Je nasser der Februar, desto nasser das ganze Jahr.
  • Milder Februar, Elend im ganzen Jahr.
  • Ist's zu Valentin weiß, blüht Ostern das Reis(ig).

Schneeglöckchen; c/o Sylvia Koch

Schneeglöckchen, die ersten Frühlingsboten, erfreuen uns mit ihren zarten Blüten und kündigen das nahende Ende des Winters an. Sie heißen auch Lichtmessglöckchen oder Hübsches Februar-Mädchen.

Es ist der Beginn des Bauernjahres, da die Winterpause endet. Die Spinnstuben, seit Martini drei Monde lang Mittelpunkt des Dorflebens, werden geschlossen, denn:

  • Sankt Martin macht Feuer im Kamin. Dann, mein Mädel, greif zum Rädl.

  • An Lichtmess das Spinne vergess!

Lichtmessbräuche

Ab Lichtmess sind die Tage wieder so lang, dass wir auch abends noch bei Tageslicht essen können. Und was gibt es traditionell? Wir backen Lichtmessbrot und Pfannkuchen.

 

Lichtmessbrot mit Kümmel: Dämonen und Geister mögen keinen Kümmel. Wenn solcherart Gäste der Hausfrau das gastfreundlich dargebotene Lichtmessbrot anzunehmen verweigern, weiß die Herrin sofort, mit wem sie es zu tun hat.

 

Pfannkuchen: Wem es gelingt, den ersten Eierkuchen per Luftschwung zu wenden und danach auch ordentlich wieder aufzufangen, dem sollte das ganze kommende Jahr das Geld nicht ausgehen. Traditionell gibt es an Lichtmess Gemüse- oder süße Pfannkuchen. Es richtet sich ganz einfach danach, was denn überhaupt noch da ist in der Vorratskammer.

 

                         

Nachtrag:

Die Weihnacht ist im Zuge verschiedener Kirchenreformen mehrfach zwischen Ende Dezember und Anfang Januar hin- und herverschoben worden. 40 Tage Reinigung Mariens, gezählt ab Dreikönig, endeten einst am 14. Februar. Dieses Datum, der Lichtmesspflichten ledig, dieweil Jesu Geburt neu berechnet wurde, ist inzwischen dem Valentin gewidmet.

                        

 

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