Home
multi-deutsch
Volkspoesie
Wörterbuch
Schimpf-?-Wörter
Zungenbrecher
Heischegänge
Wortspielereien
Osterfastenzeit
Ostern
Walpurgis
Muttertag & Vatertag
Pfingsten
Fronleichnam
Johanni
Jahr aus - Jahr ein
Regiokatessen
Stadt, Land, Dorf
Mariä Himmelfahrt
Maria Kräutlein
Krautiges
Kaffeegenuss
Kaffeeklatsch
Almabtrieb
Erntedank
Erntedank-Rezepte
Kirchweih
Rezepte zur Kirmes
Kirchweihbrauchtum
Allerheiligen
Kürbis & Co
Allerseelen
Märkte im Advent
Martini - Nikolaus
Weihnachtsbäckerei
Advent
Lucia - St. Thomas
Weihnachtspostämter
Heiligabend
Heiligabend internat
Schöne Bescherung
Silvester
Silvester internat.
Dreikönigstag
Vom vierten König
Vogelhochzeit
Lichtmess
Rezepte zu Lichtmess
Vielliebchen
Legende vom Valentin
Tolle Tage
Rezepte zum Fasching
Gern-Verreisende
Publikationen
Kulinarisches
Kaleidoskop
Impressum
Sitemap

Vielliebchen + Valentin

Der 14. Februar wird in unseren Breiten als Tag der Verliebten unter der Obhut St. Valentins gefeiert. Und zwar allen ernsthaften wie nachdrücklichen Aufklärungsversuchen zum Trotz, die beschwören, den heiligen Valentin von Terni gefälligst aus diesem Trubel herauszuhalten.

Vor der Festlegung des Tages der Geburt Jesu auf die Nacht vom 24. zum 25. Dezember fiel Lichtmess auf Mitte Februar. Infolge innerkirchlicher Überlegungen sowie Kalenderreformen trennten sich die Bedeutungsinhalte. Lichtmess – nun am 2. Februar – wurde zum Kerzenfest, und die Bräuche um Frühlingsliebeleien belegten fortan den 14. Februar.

Interessant ist am Valentin, dass er noch im Mittelalter als Vielliebchentag begangen wurde. Brauch ist es, per Losentscheid ein Mädchen als Valentine und einen Burschen, den Valentin, für einen Tag zu verkuppeln. Die Vornamen dürften ihren Ursprung in Frankreich, Belgien und rechtsrheinischen Gebieten haben. Im 14. Jahrhundert hießen sie wohl Philine und Philipp (griechisch phil/philo = liebend, ...freund). Obendrein erinnert Philipp phonetisch an viel-lieb.

Vielliebchen steht für den Genuss, eine Mandel, die Zwillingsfrucht, auseinander zu brechen und gemeinsam zu verspeisen. Wer von den beiden sich am nächsten Tag zuerst daran erinnert und den anderen „Vielliebchen“ nennt, bekommt ein Geschenk, welches ebenfalls diesen Namen trägt.

Hochzeitshaus; c/o Sylvia Koch

Nomen est omen?

Hochzeitsausstatter im "Haus zum Goldenen Schwert" Konstanz

Foto: c/o Sylvia Koch

Was kennen wir noch als Vielliebchen?

Eine Fuchsien-Sorte sowie Musikalisches: eine Polka von Josef Strauß und den „Zürcher Vielliebchen-Walzer“, ein Klavierstück von Richard Wagner.

Vielliebchen heißen fernerhin die Glanzbilder, die wir als Stammbuchbildchen und -blüten, sächsisch: Stamborbliemel, kennen. Diese werden in Poesiealben geklebt oder lieben Besuchern zum Abschied mitgegeben.

 

Nach altem Volksglauben wird ein Mädchen den Mann heiraten, den es am Vielliebchentag als ersten sieht. Da bekanntlich die Zuspätkommenden vom (Liebes-)Leben bestraft werden, sollte es sich für den einen oder anderen Herren lohnen, am 14. Februar recht früh aufzustehen und schnurstracks die Begehrte aufzusuchen. Halt: Blumen und Konfekt nicht vergessen!

 

Vielliebchen-Konfekt: Süße Mandeln brühen und die braune Haut abziehen. Mandeln trocknen, kurz rösten. Zwei Mandeln an ihren spitzen Enden überlappend zur Herzform zusammenlegen und mit geschmolzener Schokolade überziehen. Vielliebchenherzen zweisam in trauter Heimlichkeit vernaschen. 

weiter mit: Eine Legende vom Valentin