20 * C + M + B * 12
christus mansionem benedicat
Christus möge dieses Haus segnen!
Die Heiligen Drei Könige
Caspar (persisch: Schatzmeister)
Melchior (persisch: Gottesschutz; hebräisch: König des Lichts)
Balthasar (persisch: Lichtkönig; aramäisch: Gott schütze das Leben des Königs)
brachten dem Jesuskind Geschenke:
- Melchior trug Gold bei sich als Symbol für Kraft, Macht und Weltherrschaft
- Balthasar kam mit Weihrauch als Zeichen dafür, dass es der Sohn Gottes sei, und
- Caspar schenkte Myrrhe, die bereits auf Jesu Tod am Kreuze verweist.
Von den Dreien erzählt das Matthäus-Evangelium. Je nach Übersetzung waren sie Astrologen, Priester, Weise oder Magier, die vom Osten aus dem Stern folgten und nach Jerusalem und Bethlehem zogen, um den neu geborenen König der Juden zu suchen. Zu Königen wurden die Drei erst durch den Volksglauben, ihre Anzahl quasi rückwirkend ermittelt: Da drei Geschenke dargebracht, müssten es wohl drei Gabenbringer gewesen sein.
Caspar gilt als Ältester und Melchior als Jüngster der Drei. Seit dem 8. Jahrhundert symbolisieren sie die drei Lebensabschnitte Jugend, Reife, Alter. Ursprünglich hatte keiner der Könige eine schwarze Hautfarbe. Diese Legende entwickelte sich mit dem Ansinnen, dass die Könige die drei damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika vertreten. Zuerst wurde Caspar als Mohr dargestellt, später übernahm Melchior diese Rolle.

Foto: Helenakapelle/Kloster Heiligkreuz; c/o Sylvia Koch
In Krippendarstellungen erscheinen die drei Könige zusammen mit Hirten und Bauern im Stall. Dadurch werden sie alle gemeinsam auf eine Hierarchiestufe gestellt.
Die Reliquien der drei Könige sind im Kölner Dom aufbewahrt. Sehr schicklich, die Kölner haben bekanntlich eine Schwäche für Dreigestirne.
Die Drei Könige hatten eine weite, beschwerliche Reise auf sich genommen, um an ihr Ziel zu gelangen. Deshalb gelten sie als die Schutzheiligen aller Reisenden und Wallfahrer. Darin eingeschlossen sind sie ebenso die Patrone für einen guten Tod – auf unser aller letzten Reise.
Bauernregel:
- Ist bis Dreikönig kein Winter, kommt keiner mehr dahinter.
- Ist Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
- Hartung (=Januar) muss krachen, soll der Frühling lachen.
Winterlicher alemannischer Reim:
Es schneielet, es beielet, es goht a kalder Wind. Mädle zieh a Hemdi oa und Bube laufet gschwind.
Es schneielet, es beielet, es goht a kalder Wind. Es fliegt a schneeweiß Vegele oms Köpfle jedem Kind.
(Anm.: beielet = eisregnen, frösteln. Der Reim ist im zweiten Satz in unzähligen – teils niedlichen, teils frivolen – Variationen im Umlauf. Mitunter ist der Sinn nur Ortsansässigen verständlich, da gelegentlich auf lokale Ereignisse und Personen Bezug genommen wird.)
weiter mit: Die Legende vom vierten König