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Hohes Neujahr - Dreikönigstag

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christus mansionem benedicat

Christus möge dieses Haus segnen!

 

Das Evangelium von Matthäus berichtet von drei Männern, die uns heute als die Heiligen Drei Könige bekannt sind. Caspar, Melchior und Balthasar brachten dem Jesuskind Geschenke.

  • Caspar (persisch: Schatzmeister) schenkte Myrrhe, die auf Jesu Tod am Kreuze verweist.
  • Melchior (persisch: Gottesschutz; hebräisch: König des Lichts) trug Gold bei sich. Es symbolisiert Kraft, Macht und Weltherrschaft.
  • Balthasar (persisch: Lichtkönig; aramäisch: Gott schütze das Leben des Königs) kam mit Weihrauch, dem Zeichen für den Sohn Gottes.

Je nach Übersetzung und Deutung des biblischen Textes waren die Herren Astrologen, Priester, Weise oder Magier, die vom Osten aus einem, nein: dem Stern folgten und so nach Bethlehem zogen, um den neugeborenen Messias zu suchen. Zu Königen wurden die Drei erst durch den Volksglauben, der die wertvollen Gaben mit dem hoheitsvollen Nimbus verband. Ihre Anzahl offenbarte sich quasi rückwirkend: Da drei Geschenke dargebracht, müssten es wohl drei Überbringer gewesen sein.

Seit dem 8. Jahrhundert symbolisieren die Herrschaften die drei Lebensabschnitte Jugend, Reife, Alter. Melchior gilt als Jüngster, Caspar als Ältester der Weisen.

Ursprünglich hatte keiner der Könige eine schwarze Hautfarbe. Diese Legende entwickelte sich mit dem humanistischen Ansinnen, dass die Auserwählten die damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika vertreten. Zunächst wurde Caspar als Mohr dargestellt, später übernahm Melchior diese Rolle.

Helenakapelle im Kloster Heiligkreuz; c/o Sylvia Koch

In Krippenszenen erscheinen die Könige zusammen mit Hirten und Bauern im Stall. Dadurch werden alle gemeinsam auf eine Hierarchiestufe gestellt.

Die Reliquien der drei Weisen, die kirchenrechtlich allerdings nie heiliggesprochen wurden, sind im Kölner Dom aufbewahrt. – Wie schicklich, die Einheimischen haben bekanntlich eine Schwäche für Dreigestirne aller Art.

Um an ihr Ziel zu gelangen, nahmen die drei Könige eine weite, beschwerliche Reise auf sich. Deshalb gelten sie als Schutzheilige aller Reisenden und Wallfahrer. In diesem Sinne sind sie denn auch Patrone für einen guten Tod, unser aller letzte Reise.

Bauernregel

  • Ist bis Dreikönig kein Winter, kommt keiner mehr dahinter.
  • Ist Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
  • Hartung (=Januar) muss krachen, soll der Frühling lachen.
  • Ist der Jänner kalt und weiß, kommt der Frühling ohne Eis.

Winterlicher alemannischer Reim:

 

's schneielet, 's beielet,

es goht a kalder Wind.

Mädle zieh a Hemdi oa

und Bube laufet gschwind.

 

's schneielet, 's beielet,

es goht a kalder Wind.

Es fliegt a schneeweiß Vegele

oms Köpfle jedem Kind.

 

Anm.:

beielet = in leichten Flocken schneien; nieseln; grad so, wie Bienen schwärmen

Der Reim ist in unzähligen – teils niedlichen, teils frivolen – Variationen im Umlauf. Mitunter ist der Sinn nur Ortsansässigen verständlich, da gelegentlich auf lokale Ereignisse und Personen Bezug genommen wird.

 

weiter mit: Legende vom vierten König