Das katholische Fronleichnamsfest, das „Hochfest des Leibes und des Blutes Christi“, ist Nichtchristen meist schwer vermittelbar. Im Kern geht es um den Glauben, dass in der Heiligen Messe Christus‘ Leib und Blut gegenwärtig sei.
Während wir heute zumeist unseren Leidenschaften fröhnen, bezog sich die Frohne ursprünglich speziell auf den Dienst für jemandes Herren.

Foto: Sakristei im Münster Reichenau; c/o Sylvia Koch
Begangen wird Fronleichnam 60 Tage nach dem Ostersonntag, am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest (Trinitatis). Trinitatis verehrt die Heilige Dreieinigkeit aus Heiligem Vater, Gottes Sohn und Heiligem Geist. Es findet am Sonntag nach Pfingsten statt
Vor oder nach der Fronleichnamsmesse begeben sich die Gemeindemitglieder auf eine Prozession. Sie wird ortstraditionell als Umgang von Getreidefeldern (Roggen und Weizen), Schiffs- oder Reitprozession gestaltet. Dabei werden die Monstranz (lateinisch monstrare = zeigen) mit dem Allerheiligsten (= geweihte Hostie, Symborl für den Leib Christi), Altäre oder Triumphbögen, Bilder, Ornamente, Blumen und Birkenreisig mitgeführt. Oft wird der Prozessionsweg mit Birkenbäumchen eingefasst. Es können Salut- oder Böllerschüsse abgefeuert werden. In Münstertal (Schwarzwald) erfolgt die Fronleichnamsprozession entlang eines liebevoll gestalteten Blumenteppichs.
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